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Projekt » TatSache

Kompetenztraining in der Jugendarrestanstalt

Ein Projekt des Re:Set e.V.

Zielgruppe

  • geeignet für weibliche und männliche Arrestanten aus Thüringen, die
    • Jugendarrest nach §§ 16 oder 16a JGG antreten,
    • gehäuft Straftaten aus einem oder mehreren der vier Themenbereiche begangen haben und
    • sich während des Arrestaufenthaltes bereit erklären, am Kompetenztraining teilzunehmen
  • es bestehen keine weiteren, speziellen Anforderungen an die Teilnehmer
  • eine gerichtliche Auflagenerteilung nach § 10 JGG ist möglich
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Einwöchiges Intensivtraining

  • sechs bis acht Teilnehmer
  • zwei Trainer, jeweils ausgebildete Fachkräfte mit Expertisen entsprechend der Module
  • aus vier variablen Modulen: Gewalt, illegale Drogen, Eigentumsdelikte, Rechtsextremismus
  • wählen die Trainer, orientiert am Hilfebedarf der Jugendlichen, zwei Schwerpunkte aus
  • Einzel-, Gruppen- und Tandemarbeit
  • Ansprache verschiedener Lerntypen durch methodische Vielfalt
  • ehrliche, verständnisvolle, aber fordernde Grundhaltung der Trainer
  • Information und Wissensvermittlung
  • Straftataufarbeitung (Tat und Tatumstände, Reflexion, Verantwortung, Handlungsalternativen)
  • Schulung lebensweltnaher, praktischer Umsetzung angemessener Verhaltensweisen
  • Einblick in Entwicklungen während des Trainings für Externe mit Anmeldung möglich
  • schriftliche Rückmeldung zum Trainingsverlauf jedes Jugendlichen an die Jugendgerichts- bzw. Bewährungshilfe und an die Jugendrichter
 

Aufsuchende Nachbetreuung

  • Trainerteam als Ansprechpartner in Krisensituationen für alle Trainingsteilnehmer
  • für ein bis zwei Trainingsteilnehmer regelmäßige alltagsnahe Betreuung im Ausgangssetting
  • knüpft an die im Training bearbeiteten Problematiken und Handlungsmöglichkeiten an
  • durch Lebensweltorientierung wird die Nachhaltigkeit der erlernten Umsetzungsstrategien erhöht
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Ziele

  • Reflektion und Reduzierung delinquenten Verhaltens
  • Straftataufarbeitung
  • Veränderung von Sichtweisen und Einstellungen als Impulssetzung zur Verhaltensänderungen
  • Stärkung von Fertigkeiten zur Bewältigung von Belastungen
  • Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Steigerung der Selbstkontrolle
  • Förderung des sozialkompetenten Umgangs mit Konflikten und Stress
  • Erarbeitung von Wegen der Umsetzung alternativer Handlungsstrategien
  • Übertragung des gelernten in die Lebenswelt